Und das nicht nur zur Weihnachtszeit...

Genauer besehen könnten wir heute eigentlich den 6.Januar 2023 haben. Jedenfalls, wenn man die Zeitangabe „nach Christi Geburt“ ernst nimmt. Denn die Bibel beschreibt, dass die „Original-Weihnacht“ noch zu Lebzeiten des Königs Herodes und anlässlich der ersten Volkszählung unter dem römischen Politiker Quirinius stattfand. Diese Angaben passen gemäß moderner historischer Forschung jedoch nur auf das Jahr 4 vor unserer Zeitrechnung: Dies wäre also zu 2019 hinzu zu zählen.

So sehr die Entbindung des Babys Jesus im Schmutz eines Viehstalls letztlich zum wichtigsten Ereignis der Menschheitsgeschichte geworden ist - wir kennen nicht einmal den Monat, in dem sie erfolgte. Bei Heiligen feiern die katholischen Kirchen in aller Regel ja deren Todestag, davon gibt es (neben Christus) im Prinzip nur noch zwei weitere Abweichungen: Seine Mutter Maria und Johannes den Täufer, bei denen das Gedenken ihrer Geburt am 8.September bzw. am 24.Juni begangen wird.

Weihnachten ist mithin auch eine Geburtstagsfeier-Ausnahme, die man allerdings kalendarisch nicht einmal genau bestimmen kann. Nun wird in vielen Ländern bei Personen mit unbekanntem Geburtsdatum der 1.1. als solches in ihre Papiere eingetragen. Viele christliche Konfessionen haben sich in ähnlicher Weise bei Jesus auf den 25.Dezember, die orthodoxen Kirchen auf den 6.Januar geeinigt.

Aber es kommt nicht darauf an, WANN  gefeiert wird, entscheidend ist vielmehr das WIE.
Für Gott geht es nicht um puren Waffenstillstand in einer einzigen „Heiligen Nacht“, sondern um bleibenden Frieden. So wird Weihnachten – egal, zu welcher Jahreszeit.

Schlagwörter: