Krefeld als Zentrum der Nächstenliebe

Durch das Fremdwort „Ranking“, zu Deutsch etwa „Rangordnung“, wird eine Reihenfolge vergleichbarer Objekte bezeichnet, die damit bewertet werden. Ungefähr seit dem Jahr 2000 sind Städte-Rankings modern geworden und damit Fragen wie: Ist Krefeld besser als Aachen, Lübeck und Oberhausen – nur weil diese Städte eine ähnliche Einwohnerzahl haben oder hatten?
Kann man Wohnorte überhaupt angemessen in all ihren unterschiedlichen Eigenschaften erfassen wie Autos oder Handys? Und wenn ja: Welche Gesichtspunkte sollten dabei eine Rolle spielen? Der Straßenzustand oder die Größe der Grünflächen? Zählen eher die Grundstückspreise oder das Durchschnittsalter der Bevölkerung? Der kulturelle Einfluss auf die Umgebung oder die Wirtschaftsleistung? Die Ausbildung der Personen, die da leben oder die Einbildung derjenigen, die dort noch nie waren?
Dabei gibt es doch entscheidende Faktoren, die in Wirklichkeit von keiner Statistik erfasst werden: Die nicht messbaren, aber unschätzbar wertvollen Beziehungen der Menschen vor Ort. Freundschaftliche Solidarität Einheimischer untereinander, die Anonymität überwindet. Unvoreingenommene Offenheit gegenüber Fremden, die Vorurteile abbauen hilft. Gerechtigkeit gegenüber Benachteiligten, die eine Gesellschaft von innen her stark macht. Entschlossene, selbstlose Hilfe für Not Leidende, die Menschen ermutigt und aufbaut.
Niemand hindert uns daran, aus Krefeld ein Zentrum der Nächstenliebe werden zu lassen – sozusagen eine Art heilige Stadt. Damit kommen wir auf keine Rankingliste, aber wir werden etwas von dem unermesslichen Glück erfahren, das Gott den Menschen in Jesus Christus schenkt.

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