Gute Waffen - schlechte Waffen ?

Fahren Sie einen VW? Vielleicht denken Sie bei dieser Frage: Nicht schon wieder! Befasst sich jetzt auch noch die Kirche mit manipulierten Abgaswerten?

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Was da in Wolfsburg und anderswo gelaufen ist, finde ich nicht gut. Aber Hand aufs Herz, oder (besser) Auge auf die Tankanzeige: Haben Sie jemals einen Wagen mit Verbrennungsmotor gesehen, bei dem der wahre Treibstoffverbrauch und die Angaben im Werbeprospekt übereinstimmten? Solche Fahrzeuge sind generell nichts für Trimm-dich-Pfade: Wer die Umwelt schonen will, sollte Bus oder Bahn benutzen, Fahrrad fahren, zu Fuß gehen - und das wesentlich schädlichere Abgase erzeugende Flugzeug meiden. Ist die andauernde Aufregung über einen einzigen Autokonzern nicht etwas übertrieben?

Viel aufregender dagegen finde ich, welche Gleichgültigkeit in der Öffentlichkeit gegenüber anderen Geräten aus deutscher Produktion besteht. Während bei Autos hinten etwas heraus kommt, das mehr oder weniger nicht gesund ist, kommt bei diesen Maschinen vorne etwas heraus, das meistens direkt tödlich wirkt: Ich rede von Waffen.

Deutschland ist auf diesem Gebiet seit Jahrzehnten Europas größter Exporteur – mit extrem zunehmender Tendenz. Die Bundesregierung erlaubte allein 2014 den Verkauf von Waffen für Hunderte Millionen in arabische Länder. Und wenn Menschen, gegen die solche Mordwerkzeuge eingesetzt werden, aus lauter Verzweiflung in unser Land flüchten, soll es dann auf einmal heißen: Sind das nicht viel zu viele Flüchtlinge?

Advent: Eine gute Zeit zum Nachdenken. Um Gottes und der Menschheit willen.

 

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