Gott zu den Menschen : HOOLIGAN oder HOLY-GAN ?

Seit Juni 1987 gab es ungewöhnlicherweise in drei Sommern am Rhein eine extreme Hochwasserlage. (Zusätzlich zu jeweils einem „Jahrhunderthochwasser“ in drei verschiedenen Wintern, wo die Pegelstände des Flusses derartig anstiegen wie es normalerweise nur einmal in hundert Jahren der Fall war.)

Bestimmte Zeitgenossen halten dies für Zufall und handeln munter entsprechend dem geflügelten Wort aus dem Roman Don Quichotte : „Nach uns die Sintflut.“

Die meisten politisch Verantwortlichen haben allerdings inzwischen den ursächlichen Zusammenhang mit der globalen Erwärmung erkannt. Leider fehlt ihnen jedoch die Kraft, entschiedener gegen die größten Ursachen des Klimawandels anzugehen (z.B. durch stärkere Förderung der Solarenergien und Eindämmung des ständig wachsenden Luftverkehrs). Sie sind jedoch immerhin bereit, die Symptome zu behandeln: So wird der Hochwasserschutz zunehmend verbessert – auch beiderseits des Rheins bei Uerdingen.

Die Überflutungen verursachenden Gewitter mit „Starkregen“ wurden früher von vielen Menschen als Ausdruck göttlichen Zorns gedeutet: Angeblich setzte der Gründer des Universums seine Ziele gerne auch einmal gewalttätig unter Zuhilfenahme von Donner, Blitz und Wasserfluten durch.

Modernen Christinnen und Christen dagegen dürfte klar sein, dass Gottes Geist derartiges Getöse nicht benötigt. Seine Heilige Weisheit schenkt uns genügend Ideen und Eingebungen, unsere Energien sinn- und liebevoll FÜReinander und nicht GEGENeinander einsetzen zu können. Ich wünsche Ihnen möglichst viel von dieser göttlichen Kreativität im Alltag.

11. Juni 2016

Schlagwörter: