Frieden für ALLE Welt

Manches von weit entfernten Orten auf der Erde wird erst verstehbar, wenn man es gedanklich zu sich nach Hause holt. Zum Beispiel:
Wenn 100.000 Krefelderinnen und Krefelder durch zwei Terror-Anschläge binnen vier Tagen sofort getötet – und die übrigen 125.000 Menschen in unserer Stadt bis Weihnachten an ihren bei diesen Explosionen erlittenen Verletzungen sterben würden : So muss man sich den Abwurf der beiden Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki vorstellen. Wobei die ersten Opfer, hart formuliert, im Jahr 1945 noch „Glück“ hatten. Sie verdampften buchstäblich in Sekundenbruchteilen, bevor sie das Geschehen überhaupt erfassen konnten. Die Anderen dagegen starben qualvoll langsam unter entsetzlichen Schmerzen, ohne jede Hoffnung auf Heilung. Und doch waren die beiden Bomben damals „harmlos“ – im Vergleich zu dem, was heute an Massenvernichtungswaffen auf unserem Planeten vorhanden ist und angeblich der „Sicherung des Friedens“ dienen soll.

Gegen derartigen Wahnsinn hat sich vor 35 Jahren ein internationales Netzwerk von Städten gegründet – vertreten durch die sie verantwortlich Repräsentierenden – die auf besondere Weise für Frieden und Abrüstung arbeiten wollen. Krefeld gehört dazu. Auch unsere Bürgermeisterin Gisela Klaer hat so symbolisch vor dem Rathaus eine Flagge der Organisation „Mayors For Peace“ gehisst und sich dabei engagiert gegen Atomwaffen ausgesprochen.

Und damit der urchristliche Wunsch „Friede sei mit Euch“ nicht nur eine Art frommer Floskel bleibt, sollten eben auch hier möglichst Viele dieses Symbol verstehen lernen und sich aktiv und kreativ für den Frieden einsetzen.

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