Ein Freund, ein guter Freund…

In dieser Woche gab es einen ganz speziellen Kindergeburtstag.

Gefeiert wurde nicht – wie bei solchen Anlässen üblich – mit Schokoladenkuchen, Topfschlagen und anderen harmlosen Beschäftigungen, sondern auf einem Abenteuerspielplatz der besonderen Art: Dem internationalen Börsenhandel.

Das Geburtstagkind heißt Facebook und als dieses Baby seines damals 19-jährigen Vaters 2004 das Licht der Welt erblickte, konnte wohl keiner vorhersagen, wie sich so ein „Kind“ innerhalb von 10 Jahren entwickeln würde.

Aber ist Privatsphäre tatsächlich überholt wie der Erfinder dieser überdimensionalen Produktionsmaschine von Zuckerwatte uns suggerieren möchte?

Wird unser Leben wirklich besser, nur weil wir alles von uns jetzt auch allen Anderen mitteilen können? Könnte es sein, dass das Wesentliche unserer Tage zuletzt untergeht in einer Flut von „gefällt mir“-Klicks? Dass es immer schwerer wird, in einem Meer von Oberflächlichkeit tatsächlich noch Qualität aufzuspüren? Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort: Auf dem Weg zu deinem Freund soll kein Gras wachsen.
Freundschaft ist eines der wertvollsten Geschenke Gottes. Wir haben nicht wirklich viele Freunde im Leben. Den Weg zu unseren wenigen echten Freunden sollten wir immer wieder einmal persönlich gehen, damit er nicht von irgendwelchen Banalitäten überwuchert oder zugemüllt wird.

Lassen Sie sich vom Partylärm des oben erwähnten Kindergeburtstages nicht ablenken. Gehen sie öfter einmal den Weg zu ihren echten Freunden und Sie werden ein soziales Netzwerk erhalten, das trägt.

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