Dreieinigkeit (3 X 1 = 1 ? )

Das eigentlich Besondere an der christlichen Religion im Vergleich zu anderen Weltanschauungen ist der Glaube an die Dreieinigkeit Gottes. Im evangelischen Kirchenjahr werden sogar die meisten Sonntage als „nach Trinitatis“ bezeichnet, also nach dem Fest der „Dreieinigkeit“.

Hinter dem für Viele etwas rätselhaften Begriff verbirgt sich die Auffassung, das Weltall sei nicht durch Zufall entstanden, sondern durch eine Art zentrale, geniale Intelligenz verursacht: Im Glaubensbekenntnis wird diese als „Vater“ umschrieben. Das Universum soll aber mehr sein als nur ein gigantisches technisches Computerspiel zu göttlichem Zeitvertreib: Es ist von der Liebe Gottes beseelt, dem „Heiligen Geist“. Und damit die Menschheit auf dem vergleichsweise winzigen Planeten Erde in den ungeheuren Weiten des Weltraums seine Liebe auch konkret erfährt, ist Gott in Jesus Christus Mensch geworden: Dieser wird in der Sprache der Kirche als sein „Sohn“ bezeichnet. Die „Dreifaltigkeit“ aus Vater, Sohn und Heiligem Geist ist in Gott eine EINHEIT - nicht eine dreifache Götter-AG.

Seit Jahren erforschen internationale astronomische Institute, ob es irgendwo im All noch andere Planeten mit intelligentem Leben gibt. Wenn man feststellen könnte, dass Gott in seiner unendlichen Liebe auch zu diesen Wesen als eines von ihnen gekommen wäre, würde Manchen seine „Vielfaltigkeit“ vielleicht noch deutlicher. Gott ist eben wesentlich mehr als nur einfältig.

Um seine Liebe weiterzuschenken, sollten wir aber nicht auf die Ankunft von Aliens warten. Es gibt genügend Not leidende Mitmenschen.