Über Heilige Kühe

„Kennen Sie eine Heilige mit zwei Beinen ?“ Auf diese relativ leichte Frage hin fällt den Meisten sicher irgendeine verehrungswürdige Persönlichkeit ein. Beim dann folgenden Nachhaken wird es aber schon schwieriger: „Und eine mit vier Beinen ?“ Antwort: Die Heilige Kuh. Sie wussten das nicht ? Dabei sind heilige Kühe, in Indien aus religiösen Gründen als unantastbar erklärte Rinder, im übertragenen Wortsinn wahrscheinlich Deutschlands liebstes Haustier, auch wenn die hinduistische Religion hierzulande kaum vertreten ist.

Beispiel: Umweltschutz – oder, wie es in Kreisen der christlichen Ökumene genannt wird - Bewahrung der Schöpfung. Fast alle wissen, dass die Erdöl-Vorräte auf diesem Planeten begrenzt sind. Darum werden Erdölprodukte besteuert: Benzin mit etwa 65 Cent, Diesel mit 48 und Heizöl mit 6 Cent je Liter. Wer sich über diese Ungleichbehandlung noch wundert, sollte wissen, dass Kerosin (der Treibstoff für den Luftverkehr) dagegen gänzlich steuerFREI ist!
Wenn letzteres genauso besteuert würde wie normales Benzin, würde ein Billigflug von Düsseldorf nach München nicht mehr 55, sondern 75 Euro kosten – dann würden mehr Menschen die Bahn benutzen und etwas für die Gesundheit unserer Kinder tun, denn Flugzeuge sind gnadenlose Dreckschleudern.
Doch das Fliegen ist eben eine der gerade erwähnten Heiligen Kühe, der gerne auch die Nachtruhe von Flughafen-Anwohnern und die Schadstoff-Bilanz der Atmosphäre geopfert werden.
Wir aber brauchen dringend mehr ECHTE Heilige, die den Menschen aktiv vorleben wie man Umwelt schützt und Schöpfung bewahrt.

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